In silberglänzender Nacht

 

 

Silberglänzende Nacht, animierte Zeichnung: Engel mit Sternen und Sternschnuppe

 

 

In silberglänzender Nacht der Befangenheit, mit mir selbst, rief ich mein Kind an.
Zu den Sternen hinauf sehend, die in vollster Farbenpracht erstrahlten, wollte ich mit ihr kommunizieren.

„Mein Licht, mein Engel, das ich für genau 48 Tage in mein Bauch trug, dich möchte ich sprechen.“
Und schon wurde ein neuer Stern am Himmel des Horizonts entfacht.
„Wo nur mein liebes Kind, wo bleibst du?“ Im nächsten Augenblick hörte ich einen anderen Engel an meiner Seite sprechen.
„Ich bin ein Erzengel und ich heiße Raphael. Ich war sehr oft bei dir.“
Erstaunt blickte ich in die Luft und der Wind streichelte mich.
„Ich weiß du heilst mit deinem grünen, kristallinen Strahl zum göttlichen Wohl. Du hast meinen Körper, mein Geist und meine Seele immer wieder aufgebaut.“
Wieder war die Sehnsucht so verborgen in mir und ich sprach:
„So gerne hätte ich mit mein Kind gesprochen. Ihr dort oben im Himmelszelt, ihr habt doch meine Geschichte gesehen.“
Traurig griff ich nach Blumen, an einen wunderschönen Ort, wie im Paradies. Ich sah wie der Wind die Pflanzen sanft strich. Lauschend hörte ich in stiller Nacht.
„Du hast so viele Engel bei dir, wir wollen alle mit dir sprechen, dich auf deinen Wegen begleiten und uns dir selbst in deinen Träumen zeigen.“
Um Bäume und Blumen lief ich herum. Wie geschah mir als ich mein Kind für einen Sekundenschlag vor meinen Augen sah. So oft hatte ich sie gesehen, auch in meinen Träumen. Ich staunte wie schnell doch die Zeit verging.

„Mami, ich bin doch bei dir!“, hörte ich eine kleine Kinderstimme. Meine Augen füllten sich mit Tränen.
„Mami, nicht mehr weinen. Wir sind alle bei dir. Du hast doch niemanden verloren!“
Ich schaute zum Boden abwärts, und ich sah eine schwarz, weiße Feder. Ich hob sie mit meinen Fingern auf und legte sie waagerecht in meine Handfläche.
„Mami, bleib mal ruhig stehen. Der Wind pustet sie gleich weg.“
Ich dachte an meinen Vater, der in Liebe die Federn immer sammelte. Aus diesem Grund wollte ich sie festhalten.
„Mami, lass sie los. Trage sie lieblich und fein in deiner Hand. Merke dir eins, alles was du je verloren empfindest, kommt eines Tages wieder zu dir zurück!“
Schon folgte der Wind, der die Feder von meiner Hand wegwehte. Wie erstaunlich es war, dass die Feder erst hinauf zum Himmel getragen wurde, bevor sie wieder auf Erden landete. Verzweifelt schaute ich hinauf, in Sternen schimmernder Nacht. Ich sah weiße Wölkchen die sich im Himmel mit den Wind wiegten.
„Ja, ich weiß genau ihr seid da. Hätte ich es nur schon früher erkannt. Und trotzdem ist es kaum sichtbar, vielmehr im Herzen spürbar.“
Ich ging zu einer Bank und setzte mich nieder. Meine Hände umhüllten mein Gesicht.
„Jede meiner Tränen soll sich im Jenseits für eine rote Rosenblüte für euch zeigen. Damit ihr wisst das ich fortwährend an euch denke. Und Dankbar bin ich für die Erfahrungen, die ich mit euch sammeln konnte.“
„Mami, wie viele Rosenblüten sollen noch entstehen? Wir wollen dich auch glücklich sehen. Du weißt doch wir schwimmen in glitzernden Silberseen. Und der Regenbogen, der sind wir, für unsere Rutschpartien. Uns geht es gut hier.“ Meine Hände führten zum Himmel empor. Wie gern hörte ich die sanften Stimmen in mir. Unzählige meiner Gedanken verwirrten mich und ich bemusterte die Natur.

„ Engel, Engel!“, rief ich aus. Gleich im nächsten Moment ertönte sich eine wundersame Melodie vor mir. Wie für mich gemacht. Die Engel sangen im leuchtenden Klang:
„Wir alle sind deine große Familie, selbst die Menschen sind wir.“
Meine Augen leuchteten im Widerschein.
„Ja - ich habe versprochen immer für die Engel da zu sein. Vielleicht kann ich noch verlorene Engel helfen mit sich ins Licht zurückzufinden.“
Meine Gedanken widerspiegelten sich in silberglänzender Nacht. Ich würde einfach mein Bestes geben. Ich sah zu den Laternen. Das Licht erstrahlte mich, so wie die Sonnenstrahlen am Tag uns hell erleuchten. Es ermutigte mich weiterhin meine eigene Persönlichkeit zu bleiben. Denn ich war gewiss nicht ein anderes Engelskind von Gott bestimmt.
Denn jeder trägt sein eigenes Licht mit sich. Jeder Mensch kennt die Liebe, die er weiter gibt. Und dafür bete ich!
Im leisen Widerhall, in dem mich der Wind sanft nach Hause trug, hörte ich von weiter Ferne:
„Wir werden dir alle beistehen! Du hast die Kraft der höchsten Schöpfung selbst. Dir stehen viele Wege offen und du wirst die richtigen Wege wählen.“

Die Wolken verzogen sich blitzartig schnell und der Himmel erstrahlte sich. Ich dankte den Lichtengeln im höchsten Bewusstsein. Wie töricht es von mir doch war nur einen Engel anzurufen! Wenn ich doch die ganze Welt sah. Wir alle sind eine große Familie. Wir sollten zusammenhalten gerade in schwierigen Zeiten, damit es funktioniert in einen starken Sturm standzuhalten.
Lasst die Freude des inneren Friedens auf Erden spüren.



 

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