Ort der Königlichen Aufgaben II

 

Das Licht des Herrn

 

 

Die Worte, die ich hier niederschreibe, lassen mich selbst erhellen und ich merke wie ich mein Glücklich sein ausstrahle. Ich empfinde Wärme und ich erinnere mich an viele kleine oder große Geschichten, die ich in meinem Leben hinter mir gelassen habe. Manchmal vermag ich noch nicht darüber zu berichten, denn es könnte so aussehen, als würde es auf dieser Welt stark trügen. Doch ich bin hier, um nicht meine Wünsche in Erfüllung gehen zu lassen. Mir ist es ein Herzenswunsch die Menschen, die um mich herum sind, immer glücklich zu sehen und mir ist es ein Wunsch Gottes Wege einzugehen. Ja, im Geist berichtet mir man, welche wundervollen Tätigkeiten ich am Tag erfüllen könnte, die ich dann sehr gerne umsetze. Ihr treuen Leser und Leserinnen fragt euch sicherlich, was diese Tätigkeiten sein könnten.
 
Ich kann mich noch gut daran erinnern, als unser Schöpfer mit mir sprach, die ganze lange Nacht und den ganzen langen Tag: „Bald wirst du zu einem Ort geschickt, indem es nicht leicht wird, dein Licht strahlen zu lassen.“ 
Wissend eroberte ich schon lange die biblischen Geschichten, indem treue Diener an einem dunklen Ort geschickt wurden um ihr Licht auszustrahlen und gute Tätigkeiten darzubringen. 
„Habe keine Angst davor, ich zeige dir offensichtlich wie die Welt sein kann.“ , hörte ich den Klang in meinem Ohr. Doch schöne Bilder zogen vor meinem inneren Augen vorbei. Ich sah die vielen Berge, schwebte einfach wie der Wind über das Gebirge und bemusterte die Natur. Die Gesteine, uralt und bildschön, stärkten mich für meinen weiteren Weg, der noch ungewiss im verborgenen lag. Ich führte ein tiefsinniges Gespräch mit einer Bekannten. Ich sprach über die Nächstenliebe und des Verständnisses zu vielen Personen, egal welchen Lebensweg sie auch einschlugen mögen. Der verständige Lehrer für mich, hielt inne, der mich seit geraumer Zeit in meinen Leben begleitete. Er sprach: „Das was du hier loswerden möchtest, das können die wenigsten Menschen verstehen!“ Und meine Bekannte schaute mich ganz nett an und fragte mich: „Wirst du bald wieder Gottes Wege gehen? Wirst du deine himmlische Tätigkeit auf Erden weiter führen?“ Für einen Augenblick verstummte ich, dessen war mir noch nicht bewusst und meine Worte waren: „Wenn Gott mich mit meinen Namen ruft, dann werde ich für ihn da sein, wo immer er mich auch hin schicken möge“.
Ein Unwohlsein überschattete meine Sinne, ich war neugierig und wollte in meine Zukunft sehen. Obwohl ich alles schon tief in meinem eigenen Inneren wusste. Ich allein vermochte keine Voraussage über ein Orakel zu legen. Ich fragte meinen liebevollen Begleiter und Meister: „Könntest du mir nicht einmalig das Orakel legen?“ Am Abend im Mondenschein zündete ich die weisen Kerzen an. Meine Hände glitten mit meinem Gefühl über die Runen, die auf dem braunen Teppich geordnet lagen und bald hervorbrachten wie mein weiterer Lebensweg lag. Mit der Frage: „Was hat das Universum mit mir in den nächsten Tagen vor?“ Nun, der Meister schaute mich lieb an. Seine Haare glänzten in silbergrau, wachsam waren seine Augen und er meinte: „Du wirst bald an einem Ort geschickt, worin es viel Böses gibt, doch du hast die Kraft der Isis, du kannst mit deiner Liebe alles wieder schnell aufheben und das Blatt wird sich zum Guten wenden.“ 
Nun setzte ich mein Vertrauen nicht mehr in die Menschheit, sondern in die geistige Welt, die mir nun meinen Weg mehrfach offenbart hatten. In den nächsten Tagen wurde es offensichtlich meine Sachen zu packen um am besten in einem Krankenhaus meine Belange zu erläutern. Der Geist strömte doppelt und dreifach in mir ein, ich sah das Volk im Himmel das mich nun begleitete. Einige Wochen vergingen nachdem ich das schwarze Übel vor meinen Augen in meiner Wohnung sah, die mich quälten, im Körper erfassten, dass sich anfühlte, wie ein stark schmerzendes Gift das in meinen Venen lag. Es war unerträglich und ich war so müde von dem Geschehen. Ich sah die schwarzen verlorenen Engel, ich verzieh ihnen, doch sprechen konnte ich mit ihnen nie, dafür war ich zu weit vorausgeschritten, in ein Licht das Zuversicht und Wärme gibt. Gott sagte nun, ab dem neuen Zeitabschnitt, der nun bald eintreffe, gibt es keine Jovialität für den Menschen mehr. Denn es war im Jahre 2012 zu 2013 als ich dieses Erlebnis hatte. Manchmal fasste ich mir den Mut und erzählte meinen treuen Lehrer, was ich hier in dieser Wohnung sah. Er schaute mich gedankenlos an und meinte, dass er es selbst sehen würde. Ja, wir haben viele esoterische, reinigende und heilende Möglichkeiten ausprobiert um das schwarze Geschehnis zu verhindern, doch es funktionierte erst, als ich meinen Weg in Gottes Treue ging. 
 
Mitten in der Nacht packte ich nun endlich meine Reisetasche für die kommenden Tage oder Wochen, nachdem mein himmlischer Name von den Engeln mehrfach gerufen wurde: „Josovina, es ist so weit, komm, wir werden dich in deinen Worten unterstützen, Du wirst jetzt den Plan durchführen den der Himmel für dich schrieb.“ 
Immer lauter wurden die Stimmen und die hilferufenden Gebete der wenigen gläubigen Menschen die sich an den Ort befanden, wohin ich ging. Mein Lehrer und Meister schaute mich mit beinahe tränenden Gesicht an und fragte: „Soll ich mitkommen?“ Ich lächelte: „Wenn du magst, dann kannst du gern mitkommen, aber bitte habe jetzt keine Angst vor meinen Worten, denn ich werde jetzt für eine Weile den Weg Gottes gehen.“ 
Wir zogen uns an und mir schien beinahe so, als würde ich aus meinem Körper steigen und doch liefen wir den sandigen Weg ehrenvoll zum nächsten Krankenhaus entlang. Ich meldete mich in der Notaufnahme und wurde tatsächlich eingewiesen, mit der Begründung, ich hätte mystische Wahnvorstellungen. Tatsächlich war ich nicht ganz in Ordnung, denn wer könnte sich schon mit dem Himmel unterhalten? Oder wer könnte schöne Dinge sehen? Oder aber auch schlechte, die irgendwie in diese Welt passten? Wer könnte schon die Anwesenheit der Verstorbenen wahrnehmen oder es gar fühlen?  Oder aber, wie könnte man ein Teil der Gedanken von Menschen, die einem Nahe stehen sehen? 
 
In dem Krankenhaus verhandelte ich gleich mit dem Arzt meinen  Ausgang, so dass ich mich frei bewegen konnte. Jetzt war ich in Gottes Hand gebunden. Ich wunderte mich, denn ich sah einige Personen die ich schon kannte. Mit denen ich mich mal unterhielt, oder zusammen spazieren ging. Allerdings wurde es in den nächsten Tagen sehr unbehaglich für mich. Erst schmerzte mein Kopf vor dem Einstrom des goldenen Lichtes, dass über mir schien und ich hörte im Winde immer die Stimme Gottes, die begann zu reden: „Du bist meine Königin, ich habe dich an diesen Ort gesandt, damit du zusammen mit mir in den treuen Dienst gehst. Ich werde für dich da sein, und wir werden uns über viele Details unterhalten. Habe keine Angst vor deiner Wortwahl du beginnst aus meinen Lippen zu sprechen.“ 
Immer noch sah ich diese schrecklichen schwarzen Schatten vorbei huschen, als wäre ich im Bann des Bösen Reiches. Ich legte mein vertrauen in das gesamte Universum, obgleich ich mich manchmal in Angst plagte. Doch dieses blieb mein Geheimnis. Die nächsten drei Tage und Nächte fand ich keinen Schlaf und doch war mir so als könnte ich sogar von oben hin absehend alles betrachten, wenn ich diesen langen Flur, in den roten Mauern, hin und her lief. An diesem Phänomen habe ich sogar Wohlgefallen gefunden. Mit unseren Schwestern und Brüdern, sprach ich mit ihnen über die alltäglichen Dinge, doch dies schien sich bald zu ändern. Es waren so einige Menschen da, die mich anfangs sehr unterschätzten, die sich aber nach einiger Zeit bei mir entschuldigten und sich bedankten für meine Ratschläge die ich ihnen weiter gab.
 
Am Abend auf mein Bett sitzend, sah ich nun vor den Sternen leuchtenden Himmel, der mich nun darauf hinwies, wie es weiter ging. Wenn ich in den Raucherraum eintrat erkannte ich langsam die Wahrheit. Die Menschen wurden vom schwarzen Schatten getroffen, gewalttätig und zornig sprachen sie mit böser Zunge. Wobei es tatsächlich noch einige Menschen gab, die an eine höhere Macht glaubten. Es war schon sehr merkwürdig, dass gerade die gläubigen Menschen mich erkannten. Ich war nicht im Krankenhaus um wieder einmal meine Medikamente auszutauschen. Doch mir blieb wohl früher oder später keine andere Wahl. Als der Arzt mich wieder besuchen kam, stellte er mir ein paar Fragen: „Bist du aus einem religiösen Hintergrund hier?“  
Ich sagte: „Ich habe zwar mal sieben Jahre lang die Bibel studiert, bin hoch gläubig, jedoch aber nicht weltlich getauft. Ich gehöre keiner Religion an.“ 
„Sie sprachen davon, dass nun die Welt rein werden würde und das wir uns in einem goldenen Zeitalter befinden. Kennen sie sich mit dem Maya-Kalender aus?“ Ich wusste zwar, dass er den Weltuntergang voraussagte, aber ich verneinte auch diese Frage. Es kamen so viele Menschen in das Krankenhaus in diesem Jahr Ende 2012, egal ob sie körperliche oder psychische Beeinträchtigungen hatten. Viele begannen nun vom Weltuntergang zu reden. Wobei ich diesen Weltuntergang zu dieser Zeit verneinte, nachdem ich gefragt wurde, ob die Welt untergehen würde. 
Ich sah mich im Universum. Ich hielt meine Hände um die vielen fallenden Meteoriten, ich konnte sie nicht halten und ich wusste sie würden früher oder später auf diese Welt aufschlagen, aber gewiss nicht an jenem Tag indem der Maya-Kalender den Untergang der Erde voraussagte. Ich sah in einem anderen Zusammenhang viele sterbende Menschen und ich sprach darüber vor der Ärzteschaft. Doch diese lachten mich nur aus, oder freundlich an und meinten das dies totaler Blödsinn sei.
 
Auch ich wurde etwas zornig, nachdem ich immer und immer wieder daraufhin gedrängelt wurde meine Medikamente zu nehmen. Ich hätte es nach dem schlimmsten Alptraum, den ich je hatte, niemals wagen dürfen , die gesamte Schachtel mit Medikamenten zu nehmen und diese vor den Füssen der Pflegerinnen und Pfleger zu werfen. Sofort klingelte die Alarmglocke , das Licht blinkte mehrfach rot leuchtend auf und ehe ich mich versah, standen um mir schon an die zwanzig Leute. Heute könnte ich darüber lachen, wenn ich mir diese Situation vor den Augen bewusst werde. Doch ich empfand die Medikamente immer als ein hohes Gift an, die den Körper nur um so mehr beeinträchtigten. Ich habe zu dieser Zeit schon viele Dinge durch Gottes Geist gesagt. Doch jetzt bekamen die Pfleger und Ärzte Angst vor mir. Sofort haben sie mir eine Beruhigungstablette angeboten. Ich schaute ungläubig durch die Weltgeschichte, setzte mich ganz ruhig auf das Bett: „Ich brauche keine Beruhigungstabletten, sehen sie nicht, dass ich mich selbst schon wieder vollkommen unter Kontrolle habe?“ Tatsächlich fühlte ich die wahre Zufriedenheit in mir.
„Wir bitten Sie Ihre Sachen zu packen, sie werden ein anderes Zimmer bekommen.“ 
Schnell wurde ich auf eine andere Station verlegt. Irgendwelche unbewussten Handlungen kamen mir hier nicht mehr in Frage. Ich könnte meinen, dass ich dort gelernt habe viel achtsamer zu sein. Ich bin gerade angekommen, schon flog ein Stuhl über meinen Kopf hinweg. Und da das Krankenhaus so überfüllt war, standen nur wenige Pfleger oder Ärzte zur Verfügung. Noch weigerte ich mich die Medikamente einzunehmen. Ich überlegte hin und her, war es richtig, hier zu sein?  Es gab auch Tage an dem ich gefallen gefunden habe.
Sitzend am Tisch spielte ein älterer Herr auf seiner Gitarre und sang polnischsprachige Liebeslieder. Meine Augen richteten sich zum Himmel und ich begann ein kurzes Gebet zu sprechen und sang auf einmal diese Lieder auf polnisch mit. Ich kannte die Sprache nicht. Mit seiner gleitenden Bewegung auf seiner Gitarre, sah er mich an, und stellte mir eine Frage, worauf man mir im Geist mitteilte, was er wollte. „Czy mówisz w moim języku?“ Woraufhin ich antwortete: „Nein, leider kann ich ihre Sprache nicht, doch ich singe mit meinem Spürsinn einfach mit.“ Irgendwie fand ich es hinreißend mit anderen Sprachen kommunizieren zu können, obwohl ich immer auf Deutsch geantwortet habe.
Der Himmel wurde nun in seiner Farbe pur pur rot, indem es wieder Probleme zwischen anderen Patienten gab, die sich gerade im Raucherzimmer prügelten. Zum Glück bekam ich kein blaues Feilschen, obgleich es oft so aussah, als wäre ich bald die nächste, die einen Hieb abbekommen würde. Die Pfleger und Pflegerinnen versteckten sich in ihrem Dienstzimmer und im Notfall sperrten sie sich sogar dort ein, indem die Patienten auf sich allein gestellt waren und zusehen mussten, wie sie sich in dieser geschlossenen Anstalt schützten. Die Alarmglocken gingen nun beinahe jeden Tag.
 
Ich begann wie immer meine Hand über das Blatt Papier zu bewegen, indem ich in den frühen Morgenstunden zeichnete oder meine Texte schrieb. Nach dem Frühstück versammelten wir uns zu einer Morgenrunde,  oft trug ich den Tagesplan vor. Danach begannen sämtliche Therapien. Jeden Tag besuchte mich Nachmittags mein treuer Gefährte, der mich hier niemals im Stich zu lassen schien, denn er wusste welche Aufgaben mir bevorstanden, die ich in Klugheit und in vollster Hingabe vor dem Herrn aufmerksam bewältigte. Ich fühlte mich beim König vor seinem goldenen Herzen wohl, woran ich mich in meinen Träumen oft schmiegte. Mir fehlte eine Schulter zum Anlehnen, doch der Herr war mein beständiger Begleiter zu jener Zeit. Genauso wie mein Gefährte an jedem Nachmittag.
Mit Glaubensansichten bekundend sprach ich oft über die himmlische Welt, als ich mit ihm im Krankenhausgeländer spazieren ging. Und wie so mein Wort aus meinem Munde fiel, standen wir auf einmal in einer Art Zauberwelt. Im goldenen Licht erstrahlte sich die Sonne über den sichtbaren, gesamten Horizont, indem die Bäume aus Feuer zu flackern schienen, das Licht des Herrn war in diesem Fall nicht nur für mich zu sehen. Mein Lehrer blickte ungläubig in das Licht, und wir liefen mitten hinein. Mit seinem Fotoapparat schoss er in Windeseile mehrere Bilder. Leider konnten die Bilderaufnahmen das Gesehene nicht ganz festhalten. 
Er schüttelte oftmals mit dem Kopf, als zum Beispiel genau neben mir das Patiententelefon in ein paar Einzelteile zertrümmert wurde. Oder gar die Scheiben der Sicherheitstür eingeworfen worden waren. Diese Leute die es taten, entschuldigten sich hunderttausend mal bei mir, nachdem ich sie versuchte zu beruhigen: „Ich wollte dich damit nicht treffen, du bist einer der ehrlichsten und guten Menschen die ich hier kennenlernen durfte.“, war meist die Antwort.  Immer wieder unterhielt ich mich im großen und ganzen mit den Frauen, die mit mir auf dieser Station lagen. Es war manchmal verwunderlich wie ich mich in ihre Art und Weise umwandeln konnte, um Sie mit Verstand und Respekt zu begegnen und Sie unter Umständen sogar zu heilen. Junge Männer bemusterten mich, und begannen mich zu lobpreisen, indem es auch einige Kritiker gab. Zur Mittagszeit begab ich mich zur Ruhe, meine eigene Welt wurde mir offenbart und ich sang Gotteslieder. Ich sah oftmals das Gotteslicht vor meinen inneren Augen.
Wieder einmal musste ich die Ärzteschaft besuchen, die mir nun nahe lagen meine Medikamente einzunehmen. Ich schaute den Oberarzt an, ballte ein Faust die ich auf dem Tisch legte und mit erhobener Stimme sprach: „Diese Medikamente sind Gift für den Körper, die nicht einmal richtig wirken. Jedes Medikament kennt seine Nebenwirkungen und diese werden irgendwann wieder erneut mit anderen Medikamenten eingestellt.“ 
Beruhigend begann ich dann mit den nächsten Lauten: „Ich habe ja nichts gegen einer seelischen Heilung. Wenn sie der Meinung sind mir mit ihrer Schulmedizin helfen zu können, dann versuchen sie es.  Aber bisher hat mir kein Medikament geholfen. Ich rede immer noch mit Gott.“ 
„Was sagt er zu ihnen?“ 
„Ich weiß zwar das ich hier nicht durch die Welt herumrennen darf um mich als seine Königin zu bezeichnen, aber er sagt, ich sei seine Königin und ich habe hier ein paar Aufgaben zu erfüllen.“ 
Die ich geheimnisvoll jeden Tag bewältigte, ohne dass es je einen anderen Menschen bewusst gewesen wäre.
Ich lächelte und ging aus diesen Raum. Es war schon komisch, dass es viele Leute gab, die meine Ansicht darüber teilten. Ein weiterer Patient kam in den Gruppenraum, worin ich Tischtennis spielte. Auch diesen Patient kannte ich schon: „Die Medikamente wirken bei mir nicht. Die haben mich schon so oft umgestellt. Ich will das nicht mehr.“ 
Oftmals hörte ich die Gebete von den treuen und standhaften Mann, der mich nun doch dazu zu überreden begann, das zu tun, wonach die Ärzte verlangen würden, damit ich da baldigst wieder raus kam. Doch dies war gerade mal der Anfang. 
 
Die Invasion der Ungläubigen und Gläubigen Personen begann, die sich wie in einer Art Armee befanden. Ungläubige Menschen stachelten mit ihrer Wortwahl und Handlungen verletzend gegenüber den Nächsten ein, indem gläubige Menschen aus weiser Zunge sprachen und in Demut ihren Weg gingen. Gottes gläubige Menschen fanden mich, spürten mich auf, und begannen über die neue Weltordnung zu reden. Wir setzten uns oft zusammen und erhofften uns Lösungen zu finden, die wir gemeinsam in den Therapiestunden, passend zum Unterrichtsmaterial, vor der gesamten Gruppe vorstellen konnten. Ohne diese Menschen, die ebenso an eine höhere Macht glaubten, wäre es mir nicht alleine gelungen diesen Weg zu gehen. 
Am lustigsten war das Medikamentenseminar, der mit Arzt und Pflegepersonal durchgeführt wurde. Oftmals sprachen wir von der Geschichte des Krankenhauses, wie alles entstand und es sich fortsetzte. Natürlich gehörten die Medikamente dazu. Doch nur mit der Frage, ob es nicht Möglichkeiten in der Naturmedizin geben würde, die Menschen auch heilen könnten, war der Arzt und das Pflegepersonal schon sichtlich über rätselt. So etwas würde es in der Psychosomatik nicht geben und Sie hätten es auch nicht gelernt. Ein lautes Gelächter der Menschen hörte man durch die ganze Station.
In der Musiktherapie gab ich ganz gerne mal den Takt an. Immer wieder fing ich erneut an organisatorische Dinge zu suchen und sie förmlich umzusetzen, die auch die anderen Patienten etwas erhellen könnten. Und war es verkehrt einmal  etwas ganz anderes auszuprobieren, indem ich ein Bild, das ich zeichnen sollte singend beschrieb? Viel brauchte ich wirklich nicht mehr zu erzählen, denn ein Teil der Menschen begannen über den heiligen Geist zu kommunizieren: „Du zeichnest dein Spiegelbild. Du bist die Königin. Auf einer heilenden Art beruhigst du die Menschheit die nach Schutz suchten. Manchmal kommt es mir so vor als könntest du ihre Gedanken lesen.“, sprach ein schlanker, aufrichtiger Mann, der mich seid einiger Zeit beobachten zu schien und mich etwas kannte. 
Eines Tages, so meinte ich, würde ich sogar im Bundestag sitzen um mich mit den Politikern und Abgeordneten zu unterhalten. Sofort stand er vor der gesamten Gruppe mit einem überraschten Gesicht auf und meinte: „Da würde ich gern mal mit dabei sein.“
Ich war tatsächlich im Sommer 2016 im Bundestag, um ein Teil meiner Geschichte offenkundig zu erwähnen und die passenden Fragestellungen deutlichst zum Nachdenken zu formulieren. Doch diese Geschichte ist eine andere.
Ich sprach vom Wetter, obwohl ich keinen Wetterbericht zu jener Zeit hörte, „Es würde bald schneien.“ Kälte und Schnee zog über das Land und die Eiszapfen an den Regenrinnen vermehrten sich von Stunde zu Stunde. 
Manchmal wurde ich sogar von den Therapeuten um Hilfe gebeten, um neue Ideen für die kommenden Therapien zu finden. Die Frauen begannen meinen himmlischen Namen „Josovina“ durch den heiligen Geist aus zu sprechen. Es gab einige Personen, die mich bewusst zum Vorbild hervorbrachten. Es gab viele Patienten, und jeder trug einen kleinen Teil von mir zum Tageslicht hervor. Ich wurde jedoch oft gefragt, ob es möglich wäre vom gesamten Himmel beobachtet zu werden. Was sollte ich auch antworten? „Natürlich, der Himmel, samt der Engel und Führer ist  immer da.“ Die Tage waren nicht gleich und keiner verging wie der andere. 
 
Der Geist schwächte sich nun langsam ab, vieles blieb mir vorhanden. Immer noch hörte ich die Stimme Gottes, der immer bei mir war um mich vor den Gefahren zu trösten, oder um mir beizustehen. In manch schweren Tagen, indem viele Raufereien statt fanden und einiger materieller Dinge zerschlagen wurden. Dies war nicht meine Absicht. Es gab bald keine Stühle mehr, worauf man sich setzen konnte. Es gab auch bald kein Fernseher mehr und bald jede Woche kamen die Handwerker, um ein neues Sicherheitsglas in die Tür oder Fenster einzusetzen. Die Sozialarbeiter beklagten sich bei den Übeltätern, da sie nun mehrfach neue Möbel anschaffen mussten.
Und so, wie es so sein sollte, wurde es langsam, nach drei Monaten harter Arbeit gefährlich für mich.
Ich war zwar jeden Nachmittag bis zum Abend  mit meinen treuen Freund zu Hause. Und jedes Wochenende bis zum nächsten Wochenanfang. Doch in der Woche schlich sich in der Nacht ein Mann durch die ganzen Zimmer, dessen Blicke so aussahen, als würde der Teufel in ihn ruhen. Dieser schmächtige, schwarzhaarige Kerl suchte nun die Menschen aus, die er lebend sehen wollte oder gern dahinraffen würde. Nach seiner Ansicht würden diese Menschen bleiben, die eben nicht den Himmel erkannt haben und die gottesfürchtigen und zugewandten Personen hätte er am liebsten umgebracht. Darunter war ich ganz besonders in seinem Visier. 
 
Ich hatte Besuch als der schlimmste Alptraum in meinem Leben begann. Und womöglich war dieser Lehrer, der immer hinter mir stand, zu jeder Minute die er frei hatte, an jedem Tag, meine Rettung. Wir saßen zusammen im Raucherraum. Oftmals ging er in eine körperliche Kampfhaltung, um die  Leute mit dem Faustkampf zu warnen.
Das Pflegepersonal samt der Ärzte musste nun in die obere Station, denn da war es nun genauso schlimm, wie in dieser, wo ich hin gebracht worden war. Kein Mensch eilte sich mehr um Hilfe. Ich hatte im Geist den schwarzhaarigen, schmächtigen Mann, der nun sein Glück mit dem Verlust der treuen und guten Menschen begann. Ich sah wie er das Messer suchte, und immer noch leuchteten die Lampen im abwechselten Tonus in weiß und rot. Die Alarmglocke hörte man durch das gesamte Haus. Ich konnte nicht glauben was ich da sah und ging aus dem Raucherraum. Inmitten des Ganges stand der Knabe, dessen Augen in blau erstarrten. Er bedrängte mit seiner Boshaftigkeit die Patienten mit einem Messer und suchte jeden Schrank nach einer Waffe ab. Sein böser Antlitz war spürend und beängstigend. Die gefühlten fünf Minuten Hilflosigkeit kamen uns vor wie Stunden. Wir standen in der Sackgasse und ich wusste, dass mein Dienst für diesen Ort nun beendet war.
Es ist am Ende nichts geschehen, ich hörte nur die Rufe und Hilfeschreie im Geist, die nun endlich vergingen, bis er eines Tages durch sämtliche Beschwerden meinerseits sowie auch Anderer endlich von den Ärzten erhört wurde. Erst als das Krankenhauspersonal von diesem Herrn angegriffen wurde, wurde er für zwölf Stunden fixziert. Und befand sich nun, fesselnd im Bett, nach dem ihm ein intravenös Medikamente zugeführt wurde.
 
Ob gut oder schlecht. Ich vermag kein Urteil für einen Menschen zu sprechen. Diese Entscheidung liegt in der Hand Gottes. Auch dann wenn ich als solch regierende Führungskraft vom Himmel, oder von Menschen, hier auf Erden, benannt worden bin. Am liebsten höre ich meinen himmlischen Namen - Josovina. Bin für die Leute da die mich rufen. Ganz gleich in welcher Situation sie sich befinden mögen.
 
Es war mir ein Bedürfnis diesen Text geschrieben zu haben, ich spreche nicht gerne darüber. Ich weise höflich daraufhin, dass drei Monate eine lange Zeit sind, und ich nur einen kleinen Teil des Lebensabschnittes nieder schreiben konnte. Noch immer höre ich die Stimmen der Vergangenheit: „Du darfst nicht darüber reden.“
Jahre lang habe ich mich daran gehalten. Doch wenn mich der Himmel aufmuntert und sagt: „Josovina, es ist so weit, du kannst diesen Text schreiben.“, dann setze ich dies sehr gerne in die Praxis um.
Personen die mich kennen lernen durften, reden manchmal von mir. Jeder auf seiner eigenen Art und Weise. Ich weiß, vergessen werde ich nicht. 
 
Am 15.02.2013 überkam in Russland ein Meteoritenschauer. Ein viertel Jahr vordem habe ich es prophezeit. Mir wurde keine Achtung geschenkt.
Ich sagte viele andere Geschehnisse voraus. Zum Beispiel auch, dass viele Menschen sterben würden. Als ich entlassen wurde, fing der Schreck, langsam aber deutlichst, spürend an. Ich hatte zwar schon einige Verwandte oder Bekannte mit dem Ableben, mehr oder weniger verloren, doch in den letzten Jahren war es deutlichst mehr, treue Menschen, die zum Himmel empor gingen. 
 
Wenn Gott mich wieder ruft, dann werde ich seinen Weg eingehen. Jedes mal! Ich weiß genau, ich würde es nicht bereuen, obwohl ich mir schon oftmals die Frage stellte, wieso das Universum mich gerade ausgewählt hat. Es gibt heute noch einige hoch anerkannte himmlische Führer. Ich bin stolz darauf unter ihnen weilen zu dürfen und den Weg des Schöpfers einzuschlagen. 
 
Ich danke den geheimnisvollen Mann, den ich als Gefährte, Lehrer oder Meister betitelt habe, der immer noch an meiner Seite ist, um gemeinsam in unseren Wegen voranzuschreiten. Als großen Dank für seine Unterstützung, Mühe und Aufrichtigkeit im Jahr 2012 zu 2013 ließ ich ihn mit Absprache unseres Herrn und Schöpfer, auf seinem schon jahrelangen kahlen Kopf Haare wachsen. 
 
 
 
Copyright by S.J.M.

© S.J.M.

 

 


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