Auf dem Gottesacker   

 

 

heiliges kreuz, kerzen

 

 

Überwältigende Schatten in der Natur, auf Gräber ruhend, tief in mir. Unser Herr zeigt sich mir. In der Luft sehe ich sein Angesicht. Im Geist erstrahlt ein goldenes Licht, im Schimmer, glänzend über mich. Nach den Lichtern suchte ich.

Es ist ein Schutz für alle Angehörige auf diesem Feld. Wo der Körper ruht, und dort, wo die Engel und Geister schweben. So sehe ich die Reinheit wieder, inmitten dieser Welt, und fern abseits, im Himmelszelt. Sie lassen die Vögel singen im Chor. Eine sanfte Melodie im rauschen des Windes, denn bald erstrahlt der Mond über mir.

Zwischen Engels- und Geistwesen sitze ich hier. Und mein Mann vernimmt das rufen. Es ist ein rufen, was für die Welt unbekannt ist. Aber ein rufen, was alle von den Himmeln kennen. Ein Schrei der wahren Liebe, der Geborgenheit und stiller Sehnsucht, auf dieser Welt.

Wieso kommt es mir hier so schmutzig vor, und gleich so rein? Als wären es viele Energien, die sich über Jahrhunderte erstrecken, um mir.

Die Blätter wehend, im reigenden Tanze, wo die Sonne untergeht in stiller Distanz. Wie ein Narr, lodert es auf; und wie die Weisheit im Herzen erblüht es.

Jetzt gehe ich den Weg wieder nach Haus.

 

 

Kommentar:

Dieser Text entstand zwischen Sonnenuntergang und Mondaufgang auf einem Friedhof.  

 

 

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