Wundersames Mädchen

 

 

Wuhle und Wuhlethal an den Ahrensfelder Bergen, Foto by S.J.M.

 

Hellblonde Haare flogen mit dem Wind und ihr Herz war schwer und noch sehr jung. Sie sah sich in jungen Jahren in der Welt um, und sie verstand nicht „Wieso muss ich auf meine Eltern hören? Ich wollte doch schon in meinen Leben viel mehr erreichen, als immer nur meinen Papa oder meine Mama akustisch aufzunehmen.“ Sie ging mit ihren leicht gewellten, langen Haar zum einen ruhigen Ort. Die Spielplätze sah sie jeden Tag und sie verstand sich immer mit ihren Freunden. Doch jetzt war eine Zeit des Nachdenkens und der Ruhe. Also beschloss sie in die Marzahner Parkanlage, in Ahrensfelde zu gehen. Hier liefen zwar auch viele Menschen um sie herum, dennoch wusste sie, jeder hatte mit sich selbst zu tun. Jeder Mensch war auf sich bestimmt und sah seine Pflichten, ob auf Arbeit, für Freunde oder die eigene Familie. Da sie schon immer eine Gottes suchende Persönlichkeit war, begann sie unter einem Magnolienbaum , an der Wuhle zu beten. Die Wuhle ist ein kleiner Fluss, der aus einer Quelle entspringt und zwischen Brandenburg und Berlin direkt zur Spree fließt. Ihre freudenarmen Augen schauten auf dem fließenden Wasser, während sie ganz fest ihre Hände zusammen faltete:

„Oh, mein lieber Gott,

ich ereile nicht in der Traurigkeit und mein Herz ist für diesen Moment ganz fest bei dir.  Nur du allein, nur du allein kannst von mir alles wissen, deshalb bete ich aus Hoffnung zu dir. Bitte, eröffne dein Ohr für meine Belangen. Es gibt so viele andere Kinder die darunter leiden. So wie ich. Und dennoch achte und respektiere ich meine geliebten Eltern sehr. Ich werde auch nicht aufhören dies zu tun, denn so hast du es mir geschildert. Ich höre auf sie, dennoch, wieso wollen sie nicht, dass ich mich mit einigen Freunden weiter treffen kann. Ich nehme die Persönlichkeiten so wie sie sind. Okay, ich gebe ja zu, der eine oder andere ist etwas böse geworden. Doch wenn ich ihnen das Herz erfrischen kann, dann sind sie bestimmt nicht mehr im Zorn der Gewalt entbrannt.Lieber Herr, ich bete nur allein zu dir, und bitte dich um Entschuldigung. Ich möchte nicht widerspenstig sein und deiner Gebote gehorsam erachten. Bitte sende mir die Hilfe zu, die ich brauchen werde.         Amen         Amen         Amen!!!“

Noch wusste die kleine Dame, dass sich viele Engel im Himmel befanden und sie zu beobachten schienen. Sichtbar sah sie einen besonderen Engel, der in weiß vom blauen Himmel hinab, auf sie zugeflogen kam. Doch wer war dieser sichtbare Engel im Glanz. Als wäre es jemand aus ihrer Familie gewesen. Nur sah er etwas anders aus und er erkannte die kleine Dame sehr. Sprechend aus seinem Herzen waren seine Laute: „Deine Eltern lieben dich vom ganzen Herzen, sie wollen nicht das dir etwas zustößt, wenn du unter den bösen Kindern bist.“ Mit schmunzelndem Gesicht war sie wieder wie ein kleiner Sonnenschein, die unter den Engeln einige Zeit verweilte. „Darf ich mit dir reisen?“
„Nein, du bist jetzt auf dieser Welt, du wirst erwachsen und du wirst deinen Weg selber finden müssen.“
„Das bedeutet doch nicht, dass du von mir weg gehen wirst.“ Er sah sie mit seinem leuchtenden Antlitz scharf an und sagte unter dem Magnolienbaum: „Wir gehen niemals weg, die Menschen empfinden so, als wären wir nicht sichtbar, weil sie meinen mit sich allein zu sein. Aber dieses Thema wirst du jetzt noch nicht verstehen. Dafür bist du noch zu klein.“ Hahaha, lachte sie, was bedeutet denn jung oder alt?“ Auf einmal kam ein heftiger Sturm auf und die rosa Magnolienblüten fielen vom Baum. Das wundersame Mädchen stand auf, und tanzte zwischen den fallenden Blüten. Sie war der Meinung, Menschen hätten sie von der Ferne beobachtet und sie sahen, wie glücklich sie im Herzen war, als sie unter dem rosafarbenen Meer des Blütenfalles am Ufer der Wuhle tanzte. „Ich will aber nicht das mein Engel, der mich seid Lebzeiten beschützt hat verlässt. Siehst du wie glücklich ich bin, wenn ihr vor mir sichtbar erscheint?“ Des Engels Flügel wurden traurig und wie die Arme eines Menschen, ließ er dieses Gefieder einfach hängen. „Ich bekomme die Anweisung von einer mächtigeren, viel höheren Gegenwart im Himmel. Ich kann es nicht für dich entscheiden. Du musst erst Prüfungen und Hürden im Leben bestehen und sie meistern. Bevor wir dich wieder zeigen können. Doch ich sage dir eins, höre niemals auf an Engel und an einem Gott zu glauben.“ Das Mädchen weinte sehr, als hätte sie keine Freunde mehr. „Noch werden wir da sein und dich im Leben begleiten. Wir werden immer da sein, und dich unterstützen. Bist du einmal in Not, dann wirst du staunen wie viele Schutzengel du bei dir haben wirst. Nur kannst du uns nicht mehr sehen. Doch ganz fest in der tiefe deines eigenen Herzens wirst du uns immer hören.“ Diese Worte trug das kleine blondhaarige Mädchen im Herzen und sie wollte diese niemals vergessen, genauso wie der Blütenfall in rosatöne, worunter sie tanzte.

Das Mädchen verstand, sie hörte auf ihre Eltern, denn sie waren ihr Vorbild für dieses Leben, genauso wie ihre Verwandte und Bekannte, oder Freunde. Doch im Laufe der Jahre wollte jeder Mensch sein Bestes für diese herangewachsene Frau. Die Menschen verstanden sie auf ihre eigene Art und Weise. Wenn es Probleme gab, suchte sie nach Antworten, doch niemand konnte es ihr recht geben. Denn jeder Mensch hatte eine andere faszinierende Idee, wie diese Probleme gelöst werden könnten. Sie begann es jeden Recht zu machen, bis sie eines Tages merkte, dass es gar nicht funktionierte. Für einen einzelnen Menschen gab sie immer ihr bestes und sie tat es ihnen gleich. Sobald sie sich mit anderen Leuten darüber unterhalten hat, hieß es sofort: „Halt stopp mal, so war es gar nicht gemeint, du musst deine Probleme ganz anders in den Griff bekommen.“ Und schon stand diese junge Frau mit sich selber im Zwiespalt. „Ich versuche schon mein Bestes, aber ich denke es wäre viel hilfreicher jetzt auf meine eigene Intuition zu hören. Ohne das harte Worte verletzend wirken könnten und ohne das leere Versprechungen stattfinden würden.“ Denn jeder Mensch kennt seine eigenen Regeln und Prinzipien die er selbst im Leben aufgebaut hat. Durch verschiedene Meinungsäußerungen, durch verschiedene Erziehungsmethoden oder durch ganz andere Denkweisen können zwar die unglaublichen Lösungen zum Vorschein gebracht werden und man siehe wievielerlei Alternativen es geben könnte zur Bewältigung von Problemen. Doch bewirken diese Lösungen die eigenen Probleme wirklich?

Diese junge Dame lernte in sich selber zu schauen, sie hörte auf ihre eigene junge innere Stimme. Mit jedem Gebet und mit jeder Hürde des Lebens, kam sie immer mehr ein Stückchen nach Hause. Ihr wahres innere zu Hause erstrahlt sich im Lichtes tun der guten Dinge. Ihr wahres innere zu Hause, sind die geheimnisvollen Stimmen, die ihr jede Nacht zu flüsterten, dass alles gut werden würde. Mit jedem Gebet wurde sie gläubiger, obwohl sie lange nichts geheimnisvolles mehr sah. Diese junge Dame begann selber ihr Leben in die Hand zu nehmen und mit niemanden mehr über ihre Probleme zu erzählen. Diese junge Frau empfand es für wichtiger anderen Menschen in der Not zu helfen und sie zu unterstützen. Bis sie lernte, dass es gar keine Probleme mehr gäbe. Insgeheim stehen wir zu unserem Gegenüber wie unser eigenes Spiegelbild. Wir können uns durch unseren Partner selber betrachten, es ist unglaublich schön, wenn man die positiven Eigenschaften herausfiltert. Wir erkennen uns selbst durch unseren Partner und die ungelösten Aufgaben rufen nur nach einer passenden Lösung, die man zusammen oder auch gar allein gut bewältigen kann, wenn man es geschafft hat auf seine eigene innere Stimme zu hören. Das eigene Gefühl verrät schon sehr viel, die Visionen werden deutlicher und die Kraft der inneren Stimme wird lauter. Wenn die eigene Stimme im inneren Lauter wird, dann spürt die Frau ihre Engel, zum höheren Selbst.

Diese wundersame Frau befand sich oft unter den normalen Menschen, die meinten alles selbst in die Hand nehmen zu können. So war sie schon und so lief sie im Leben weiter. Bis eines Tages Gott sie persönlich erhörte, denn so hart wie es im Leben manchmal war, sie hörte niemals auf an das Gute zu glauben und ihre Zielsetzung waren die tagtäglichen Gebete, wenn sie aus dem Fenster schaute. Ihre Zweifel waren dennoch vorhanden: „Gäbe es Engel wirklich? Ich habe lange keinen Engel mehr gesehen. Wo liegt der Sinn des eigentlichen Lebens? Geht das Leben wirklich nach dem Sterben weiter, so wie ich es von anderen Menschen hörte?“ Und schon trat eine leise Stimme in ihren Bewusstsein hervor: „Nur Gott kann die Antwort darauf wissen.“, hörte sie in lichterfüllter Nacht. Doch sie würde es erst wieder hoch ansehen, wenn sie es selbst vor ihren Augen sehen würde.

Wie war es möglich, dass das Universum ihr im Geist viele wundervolle Bilder gezeigt hat. Alles war so lebendig, jung und glücklich. Die Leute die sie durch das dritte Auge sah, waren hocherfreut sie zu sehen, sie wollten alle mit ihr kommunizieren. Doch was war den nun richtig oder verkehrt in diesem Leben? Sie begann davon zu berichten, und schon war sie wie ein ausgewechseltes, wundersames Wesen. Sie begann wieder die Freude zu sehen, das Leben, dass lebenswert erscheint, die Höflichkeit mit Respekt und Vernunft voranzuschreiten. Sie wusste mit Jedem konnte sie nicht darüber sprechen, aber es war ein kleiner Teil ihrer Aufgabe im Leben. Insgeheim tat sie es für eine höhere Gegenwart, denn heute will sie ihre geliebten Engel nicht mehr missen. Sie waren immer gut und in Vertrautheit weckten sie ihr das Herz. Mit ihren Stimmen, mit den schönsten Bildern, die ihr so Realitätsnahe vorkamen.

Diese wundersame Frau entzückte sich mit anderen Menschen, doch sie verstand nicht immer die Denkweisen der Personen, die gerade vor ihr standen und das machte sie schwermütig. Sie wollte so vieles verstehen, und es ins Positive umsetzen. Doch so ist nun das Leben, im lernen und belehrt zu werden. Eines Tages hörte sie die höhere Stimme als sie im Bett lag und etwas müde von der Welt war. Diese Stimme sprach ihr Mut zu, diese Stimme sagte: „Du bist die Liebe!“ Und sie sah wieder in eine faszinierende Welt die dem Himmel ähnelt. Dort wollte sie am liebsten für immer verweilen. Doch sie hat dieser höheren Stimme versprochen, so wie allen Engeln, hier um ihr Leben zu kämpfen. Um zu sich selbst zu finden. Sie wollte nicht mehr gleich dem anderen sein und ihre eigene Empfindung entdecken. Sie fing an sich selbst zu sehen und schrieb an ihre Texte, um ein Teil der Erfahrung mit anderen Menschen zu teilen, oder einigen womöglichen helfen zu können, die in einer ähnlichen Situation waren. Wer weiß ob es ihr gelungen ist.

Gott spricht in seiner ruhigen Art: „Gebe niemals auf, tue das was dir wichtig ist. Wenn du magst dann schreibe weiter. Ich werde dich niemals mehr im Stich lassen. Wenn du zeichnest, dann zeichne auch mal bunte Bilder. Zeige der Welt wie der Himmel sein kann, auch wenn sich die meisten Menschen nicht richtig in dich versetzen können, weil du in einer anderen Dimension denkst. Jedoch inspirierst du die Leute, die einmal etwas ganz anderes hören, oder lesen wollen.“ Und wie diese Worte vom Herrn fielen, flogen im Abendrot über ihren Haus Schwäne. Was wirklich sehr selten war. Diese Tiere wiesen auf ihre innersten Gefühle hin. Um Liebe und Vertrauen mit ganzer Kraft zu spüren und sich von dieser Macht beflügeln zu lassen.

 

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