Jesus Christus und das Gebet
 
 
 
 
Nachdem ich das Gebet für meine geliebte Mandy niederschrieb und mich Nachts zur ruhe legte überkam mich ein wohliges, heilendes Gefühl. Schon vor meinen geistigen Auge sah ich Jesus Christus, als würde er mir etwas mitteilen wollen. Ich sah einiger seiner Lebensbilder. In Klugheit bedacht wusste er wie er seine Wege zu laufen hatte. Ich sah ihn ganz und gar vor meinen Augen, als würde er mich für eine geraume Zeit begleiten. Die vollste Geborgenheit überkam mich und sein Licht, darin mit seinem Antlitz verbunden, war eine abenteuerliche und leidliche Geschichte. Seine Augen funkelten doppelt so stark, als ich es je von den Menschen wahr nahm. Seine Bewegungen waren sehr leicht und seine Hände zeigten Stärke und Ansehnlichkeit. 
 
Noch regnete es am Tag, bevor wir meine Freundin und ihren Mann besuchten. Schon sind wir in Bernau angekommen, der Himmel klarte deutlich mit seinem hellblauen Licht auf und die Sonne fing an zu scheinen. „Ich würde gerne meiner Freundin Blumen kaufen.“ 
„Na klar, ich warte hier draußen auf dich.“ Schnittblumen zu einem Strauß verbunden kamen mir nicht in Frage, sie würden schnell verwelken. Und so sah ich weinrote Begonien in einem weißen Körbchen vor der Tür des Blumenladens stehen. Ich nahm sie in die Hand und ging in den Laden hinein. Die Schnittblumen waren zwar schön anzusehen, aber zum Teil sogar teurer als die Begonien, die ich in der Hand hielt. Die würden lange halten, dachte ich und bezahlte diese mit einem zwinkernden Auge. „Komm, wir lassen uns noch Zeit. Wir müssen nicht so schnell da sein.“ Mein Freund nahm mich an die Hand und wir liefen langsam an der Panke vorbei. Die Panke ist ein  mittelgroßes Fließgewässer das in Berlin in die Spree mündet. Die Natur war unberührt und die Ortschaft sehr gepflegt. „Du bist so leise, wenn du nicht sprichst.“, schaute mich mein Freund an. „Ich genieße diese Landschaft in den vollsten Zügen. Schau mal, hier auf der rechten Seite sind Pferde zu sehen.“ Die Felder waren weit und breit. Bis wir in die Wohnsiedlung einmarschierten. 
„Wie spät ist es?“ Wie immer hatte ich keine Uhr dabei, doch meine innere Uhr tickte leise vor sich hin. Er schaute auf seine silberne Armbanduhr und sagte: „Es ist zwanzig nach drei.“ 
„Ob wir schon hoch gehen können?“ 
 
Wir liefen zur Haustür und klingelten. Schon öffnete Mandy die Tür. Von der erdrückenden Hitze leicht ermüdend standen wir nun vor ihr. Die Wohnungstür war geöffnet und mit ihrem ganzen Antlitz stand sie freudestrahlend vor uns. Sie begrüßte uns sehr herzlichst und wir gaben uns eine große Umarmung. „Ich freue mich sehr euch wieder zu sehen.“ 
„Schön das ihr gut angekommen seid, wir freuen uns genauso. Gleich um die Ecke könnt ihr eure Sachen ablegen.“ Wir zogen unsere Straßenschuhe aus, hängten die leichten Übergangsjacken auf und schenkte ihr die Begonien und gab ihr ein geschriebenes Gebet von mir. Sie freute sich darüber sehr. 
 
Noch vor ein paar Tagen hatten wir uns unterhalten: 
„Wieso spüren wir beide die unangenehmen Dinge des eigentlichen Nichts -sehens?“ Lauernde Schatten liefen in meiner Wohnung umher und das schlängelnde Gefühl in den Armen war gar schwer. „Es ist schon komisch!“ , schluckte sie. „Das wir beide zur selben Zeit ähnliche Phänomene spüren oder sie gar sehen. Was machst du wenn du so etwas hast?“ 
„Ich bete am Abend zu Gott.“ Gebete sind zwar auch nicht immer Wunder, denn womöglich kann es eine Prüfung im Leben sein. Selbst wenn wir noch nicht wissen wofür es gedacht ist.“
„Also ich lasse meine Wohnung und mich von den Erzengeln reinigen. Danach habe ich erstmals wieder ruhe. Jedoch nicht für lange Zeit. Du machst doch sehr vieles über Gebete. Kannst du mir nicht ein Gebet schreiben?“ 
„Besser wäre es wenn du selber Gott bitten könntest. Ich denke er würde sich sehr darüber freuen, wenn du persönlich mit ihm sprichst.“ 
„Ich bin zwar nicht doof oder auf dem Kopf gefallen. Ich denke das ich sehr wohl auch in einem Gebet treffend formulieren könnte. Aber du wirst darin viel stärker sein.“ 
„Okay, ich schreibe für dich ein Gebet.“ , willigte ich ohne zu überlegen ein. Und noch sagte sie dazu in weiser Kraft: „Wenn deine Hände leicht über die Tastatur gleiten und deine Worte seiden samt fallen, dann wird es für mich genau das richtige sein.“ 
 
Noch achtete ich auf ihre Worte und fing nach einem kurzem Gebet an diese Bitte für Mandy zu schreiben. Ich kristallisierte alle guten Worte von unseren letzten Gesprächen detailliert wieder. Denn Gottes Wege ist die Liebe. Sie fühlte sogar in sich die große Liebe. „Soll ich jetzt noch mehr in Liebe gehen?“, fragte sie mich. „Nein, das sollte es nicht bedeuten, du bewältigst doch jeden Tag alles aus Liebe. Manchmal bedeutet es die unangenehmen Dinge in Liebe zu vertreiben. Einer der guten Eigenschaften Gottes ist die Liebe und nicht einmal ich könnte diese Art von Liebe und Zuneigung auf Erden austragen, so stark wie sie ist. Darüber würde ich mir keine Gedanken machen.“
 
Nun hatte sie das vertrauen in mich gelegt und ich begann mit meinem ganzen Gefühl dieses Gebet für Mandy nieder zu schreiben. Leicht glitten meine Hände über meine Tastatur und der Geist strömte in meinem Kopf ein. 
 
Nach dem wir unseren Kaffee getrunken hatten und Kuchen gegessen haben setzten sich die Männer gemütlich auf dem Balkon mit einem Bier und unterhielten sich über die ehrenvolle Geschichte Berlins. Von Anbeginn unseres Königs und Kaisers Friedrich Wilhelm ӀӀ. vor 231 Jahren gut und gerne. Vertieft in unserer Geschichte vertrieb es die Zeit sehr schnell. 
 
Mandy und ich gingen am nahe gelegenen Feld spazieren. Unser Gespräch waren die mystischen Kräfte vom Himmel. Die Erzengel sprachen zu Mandy und sie erzählte mir ihre kleine Geschichte. So wie ich meine. Wir setzten uns auf eine Holzbank unter einen alten Trauerweide.  „Du hast mir gerade von deinen Gesprächen mit den Engeln erzählt. Glaubst du auch daran, dass mich unserer Herr Jesus Christus besucht hat?“
„Sie nickte mir freundlich zu: „Ja, ich glaube fest daran. Wieso sollte er dich nicht besuchen kommen?“ 
„Er hat so eine sagenhafte große Heilung in sich und eine sehr positive, ausstrahlende Energie. Er hat sich mit mir unterhalten, leider habe ich nicht mehr viel von dem Gespräch in Erinnerung.“
„Ja, ich glaube dir das er eine starke Energie hat. Was hat er zu dir gesagt?“ 
„Er führte mich in seine damalige Welt und ich sah, wie die Leute ihn zuhörten, nachdem er von unserem Schöpfer sprach. Er erzählte daraufhin, dass man ihn zur damaligen Zeit auch nicht immer nachvollziehen konnte. Ich frage mich ob es mit dem Gebet zusammenhängt, dass ich dir schrieb.“
„Ich werde es in ruhe lesen.“ , sagte Mandy. 
 
Jesus Christus zeigte mir, dass ich dieses Gebet nur geben sollte. 
Doch so voreilig wie ich manchmal war, nahm ich Mandy zur Seite. Nachdem wir unsere Sachen bei ihr niederlegten und uns alle glücklich begrüßten. Wir gingen in einen anderen Raum und ich begann das Gebet vor zu lesen. Ich kam nur bis zum zweiten Absatz. Es war wohl ziemlich taktlos von mir, mich diesem zu widmen, anstatt auf mein Innerstes zu hören. Schließlich begann ich meine Worte zu verschlucken und ich hörte nochmals: „Es wäre besser wenn ich dein Gebet in ruhe lesen könnte.“ Akzeptierend legten wir das gelbe Blatt mit blauer Schrift auf dem Schreibtisch zur Seite. 
 
Als wir nach einem wunderschönen Tag wieder nach Hause fuhren, holte Mandy zum Abend das Gebet zum Vorschein. Sie ließ mit ihrer sanften Stimme: 
 
Lieber Gott,
zeige mir die Liebe die ich brauchen werde um eine Wohltat zu vollbringen.
Zeige mir die Stärke in weiser Kraft, damit meine heilenden Worte Wunder vollbringen können. 
Zeige mir das Vorbild in meinem Geist, damit ich auf erfrischender Weise und federleicht meine täglichen Aufgaben in Liebe erfüllen kann. Denn so hast du es mich fühlen lassen. 
 
Lieber Gott,
Zeige mir die Kraft die ich brauchen werde, um nicht mit den bösen Mächten zu ringen.
Ich bin damit nicht allein, schütze meine geliebte Familie im Glanz des Seins. 
Flieht, ihr bösen Feinde, verbergt euch in den Klüften und Abgründen , denn Gottes Erzengel schützen und stärken mich. 
Ich habe schon vor langer Zeit vergeben und gehe meine Wege jeden Tag in Liebe. 
 
Lieber Gott, 
ich weiß das ich nicht an deine absoluten Vollkommenheit rühren kann, dafür bist du mir ein zu großes Herz. Deine höchste Kraft ist in Liebe zu gehen und du zeigst mir deine weisen Worte zu seiner Zeit. Ich bitte dich, gebe mir eine kleine Antwort auf meinen Wegen mit. Ich werde sie beherzigen und sicherlich deine Gebote gehorsam erachten. 
 
Denn ich weiß lieber Gott, deine Worte sind so sehr wahr, wie die himmlischen Kräfte, die du mir jeden Tag schickst, damit das Böse Werk in meiner Wohnung und in mir versiegen kann.  
Ich bitte dich großer König, du bist überall, lass meine Gebete in deinem Ohr erklingen, damit sie erhört werden können. Ich bitte dich großer Herr der Lüfte, versiegle mich jeden Tag erneut mit den guten Kräften. Im Namen deines geliebten Sohnes Jesus Christus.    Amen                 
 
Und mein treuer Freund und ich befanden uns gerade wieder in Berlin Lichtenberg. Der pur pur rote Himmel am Horizont beruhigte meine Seele, als ich aus der S-Bahn hinauf schaute. 
Leider ist meine Gebetskraft nicht die ihre entsprechend, deswegen hat sie wohl dieses Gebet niedergelegt. Gebete wirken meist Wunder, wenn sie von der betroffenen Person mit dem Geist und der Wahrheit selbst ausgesprochen werden. Sie sagte: „Ich kann mich in deinem Gebet nicht wieder finden. Aber jeder bittet auch ganz anders. Ich bete einfach menschlicher.“ Jeder hat seine eigene Wortwahl und ist nicht dem anderen entsprechend identisch. 
 
 
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